KI im UX-Prozess: Was Figma Make in der Praxis taugt

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Matteng hat KI-Prototyping im echten Projekteinsatz getestet. Hier ist, was funktioniert – und wo die Grenzen liegen.

Published
May 19, 2026
By
Martin Henrich
Read Time
10 min
KI im UX-Prozess: Was Figma Make in der Praxis taugt

KI-Tools sind inzwischen fester Bestandteil von Mattengs Arbeit – als Webdesign Freelancer und im Hauptjob als UX Designer bei der ista, einem internationalen Energiedienstleister. Vor rund einem Jahr hat er Figma Make in einem internen UX-Projekt zum ersten Mal ernsthaft eingesetzt. Dieser Artikel fasst zusammen, was dabei rausgekommen ist.

Was Figma Make macht

Figma Make ist ein Prototyping-Tool, das per Texteingabe funktionierende Interfaces generiert. Man beschreibt, was entstehen soll – das Tool baut es. Kein manuelles Aufbauen von Frames, keine Button-für-Button-Arbeit. Das Ergebnis ist direkt klickbar.

Der offensichtliche Vorteil: Tempo

Was klassisch ein bis zwei Wochen gedauert hätte – von der ersten Konzeptidee bis zum klickbaren Prototyp – war in drei Tagen erledigt. In frühen Projektphasen ist das praktisch. Stakeholder können etwas anfassen, bevor alles ausdiskutiert ist. Das beschleunigt Entscheidungen.

Die weniger offensichtlichen Probleme

Die generierten Prototypen waren brauchbar, aber nicht konsistent. Interaktionsmuster wechselten ohne Grund. Visuell stimmte nicht immer alles. Und ab einer gewissen Projektgröße fängt das System an, frühere Entscheidungen nicht mehr zuverlässig zu berücksichtigen.

Das sind keine Dealbreaker – aber es sind Dinge, die jemand erkennen und korrigieren muss, der weiß, wie gutes Interface-Design aussieht. Wer das nicht weiß, baut die Fehler einfach ins Produkt ein.

Ein Nebeneffekt, der tatsächlich nützlich war

Weil die Screens nicht selbst gebaut wurden, ließ sich der Prototyp mit mehr Distanz betrachten. Lücken und Irritationen in der Nutzerführung waren sichtbarer als beim klassischen Eigendesign. Das war kein geplanter Effekt – aber ein hilfreicher.

Vom Prototyp zum Code

Das Projekt läuft noch. Inzwischen nutzt Matteng Claude nicht mehr nur für Prototypen, sondern schreibt damit auch Code – und unterstützt die Entwickler direkt bei der Umsetzung. Die Grenze zwischen Design und Entwicklung verschiebt sich gerade ein bisschen. Nicht dramatisch. Aber merklich.

Fazit

KI-Prototyping ist ein sinnvolles Werkzeug, wenn man weiß, wofür man es einsetzt. Für schnelle erste Versionen, frühe Tests, Diskussionsgrundlagen. Nicht als Ersatz für Designentscheidungen, die jemand mit Verstand treffen muss.

Inzwischen ist KI in verschiedenen Formen Teil von Mattengs Alltag – im UX-Job und in der Freelance-Arbeit als Webdesign Freelancer Düsseldorf. Das Thema entwickelt sich schnell. Dieser Artikel ist schon ein Jahr alt.