Mattengs neue Website ist AI-generiert. Und das ist gut so.

AI

Matteng hat seine neue Website mit KI gebaut – von Design bis Deployment. Was das bedeutet und wie es funktioniert hat.

Published
May 20, 2026
By
Martin Henrich
Read Time
7 min
Mattengs neue Website ist AI-generiert. Und das ist gut so.

Ja, diese Website ist mit KI gebaut. Nicht von KI designt – das ist ein Unterschied. Aber KI war bei fast jedem Schritt dabei. Und weil das eine Frage aufwirft, die Matteng selbst interessant findet, gibt es dazu einen ehrlichen Bericht.

Der Auslöser war eine Rechnung

270 Euro. Allein fürs Hosting. Webflow hatte seine Jahresrechnung geschickt, und Matteng dachte sich: Das geht günstiger. Viel günstiger.

Was folgte, war kein geplantes Redesign-Projekt. Es war ein Experiment – mit offenem Ausgang und dem Ziel, eine vollwertige Website auf möglichst schlanker, bezahlbarer Infrastruktur zum Laufen zu bringen.

Das Ergebnis: Die Seite läuft jetzt kostenlos auf Vercel. Die Inhalte liegen auf GitHub. Die Datenbank sind Markdown-Dateien. Und die monatlichen Hosting-Kosten: null Euro.

Wie der Bauprozess aussah

Matteng hat zunächst ein initiales Design gebaut – klassisch, in Figma. Dieses Design wurde dann in Figma Make eingespeist, um daraus erste Unterseiten zu generieren. Nicht als Endprodukt, sondern als Ausgangsmaterial. Immer wieder angepasst, neu generiert, verfeinert.

Das fertige Design-Fundament wurde nach GitHub hochgespielt und von dort in Claude Code überführt. Hier begann die eigentliche Entwicklung – nicht durch manuelles Tippen jeder Zeile, sondern im Dialog mit KI. Claude Code hat Strukturen gebaut, Komponenten erstellt, Logik umgesetzt. Matteng hat gesteuert, geprüft und korrigiert.

Das CMS kam später – und war die richtige Entscheidung

Anfangs war der Plan: kein CMS. Inhaltsänderungen einfach per KI. Klingt elegant. Funktioniert in der Theorie auch.

In der Praxis wurde schnell klar, dass es unpraktisch ist. Deshalb kam Tina CMS dazu – ein Git-basiertes Content Management System, das direkt auf den Markdown-Dateien in GitHub arbeitet. Kein extra Server, keine Datenbank, kein Overhead.

Das Beste daran: Tina ermöglicht Frontend Editing. Man sieht beim Bearbeiten von Inhalten direkt, wie sie auf der Seite aussehen. Für eine Plattform, die technisch komplett auf Markdown-Dateien basiert, ist das ein erstaunlich komfortables Ergebnis.

Was „KI-generiert" hier wirklich bedeutet

Die Seite wurde nicht von einer KI designed. Kein Algorithmus hat entschieden, welche Farben, welche Typografie, welche Struktur. Das war Handarbeit – mit 15 Jahren Erfahrung dahinter.

KI hat Arbeit abgenommen. Sie hat Code geschrieben, den kein Mensch gerne tippt. Sie hat Varianten generiert, die als Ausgangsmaterial dienten. Sie hat Entwicklungsprozesse beschleunigt, die sonst Tage gebraucht hätten.

Aber alles, was auf dieser Seite zu sehen ist, wurde überprüft, angepasst und freigegeben. Das ist der Unterschied zwischen KI als Werkzeug und KI als Ersatz.

Mehr dazu, wie Matteng KI in seiner täglichen Designarbeit einsetzt: KI & Design als Service.

Was Matteng daraus mitgenommen hat

KI im Entwicklungsprozess ist kein Hype mehr – zumindest nicht für ihn. Es ist eine andere Art zu arbeiten. Schneller in manchen Bereichen, überraschend gut in anderen, und gelegentlich auch gründlich falsch.

Die Infrastruktur, die dabei entstanden ist – Vercel, GitHub als Datenbank, Markdown-basierte Inhalte, Tina CMS – ist nicht für jeden das Richtige. Für eine Freelancer-Website, die schnell laden soll, einfach zu pflegen ist und möglichst wenig kosten soll, ist es eine sehr vernünftige Wahl.

270 Euro im Jahr für Hosting. Das war der Ausgangspunkt. Es hat sich gelohnt, diesen Weg zu gehen.


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